Tyssaer Waende - Romantik voll Geheimnisse

 

  DURCH DAS GEBIET GEHT EIN BELIEBTER LEHRPFAD DURCH, DER AUF ZWEI WEGE VERTEILT IST

    Aussige Gemeinde Tisá (Tyssa) ist eine der beliebtesten Tore ins Gebiet der Elbsandsteinfelsen. Ihren Namen hat sie nach den umfangreichen Eibebestaenden gewonnen und drei seine Zweigleine enthaelt auch das Wappen der Gemeinde.

    Im 14. Jahrhundert haben hier die Vartenberks eine Festung aufgebaut, deren Aufgabe war, den Salzpfad zu schuetzen. In der Mitte des 18. Jahrhundert wurde Tisá Wiege der Knopferzeugung, die anfangs des 19. Jahrhundert einen grossen Aufschwung erlebt hat.
    Im Zentrum dieser Bergemeinde steht eine Barockkirche von St. Anna, die im Jahre 1786 gebaut wurde und deren Ausruestung aus dem Zeitraum des Spaetrokokko stammt. Die Orgel vom 18. Jahrhundert wurden hierher aus der Kirche in Rozbělesy abtransportiert.
    Noerdlich von der Gemeinde tuermt sich ein umfangreiches Felsengebiet - Tyssaer Waende, das im Jahre 1996 zu Recht fuer Naturdenkmal erklaert wurde. Ihre Schluchten, Klammen, Ueberhaenge, Tuerme und weitere bizarre Felsenbildungen sind durch Erosion der erdmittelalterlichen Quadersandsteine entstanden. Richtung Gemeinde Tisá fallen die Tyssaer Waende mit einer monumentalen vertikalen Schanze ab, deren Hoehe bis zu verehrungswuerdigen 70 Metern reicht. Durch das Gebiet geht ein beliebter Lehrpfad Tyssaer Waende durch, der auf zwei Wege verteilt ist. Einen aehnlichen Charakter haben auch die Felsen von Ostrov, die man nordoestlich von Tisá in der Naehe des Ortsteils Ostrov finden kann.

 

Natur hat heftig gewuetet

    Naturgewalten haben am meisten gerade in der Umgebung von Tisá gewuetet. Da wurden die beruehmten Felsenstaedte geknetet, von wilden Schluchten, Uebergangshoehlen und bizarren Felsenbildungen gebildet, die wie Tiere oder Pflanzen aussehen. Die Grundlage der Elbsandsteine sind dann die Meeresablagerungen, die am Boden der urzeitlichen Meere entstanden sind, nach denen Rueckzug die weichen Sandsteine dem Einfluss des Tagwassers ausgesetzt wurden. Einige Teile wurden etappenweise zermalmt, aber die haerteren haben widerstanden und wurden Grundlagen der heutigen Sandsteinbildungen.

Einige Aussichten auf die Felsenstadt

Wir folgen die rote Wanderwegmarkierung

    Die rote Wanderwegmarkierung wird uns zum erstenmal auf dem Felsenplatz an der Eintrittskasse ansprechen. Sie fuehrt uns nach links, auf den Weg, der durch die Kleinwaende fuehrt, wo achtzehn unikate Bildungen markiert sind.
    In die Hoehe von mehreren Zehnermetern emporragt der Januskopf mit zwei Gesichtern. Stiegauf kommen wir zum Beichstuhl, durch das Waldtor gelangen wir bis in die Hoehle mit dem Predigerstuhl. Es folgen die Felsenbildungen Burg, Warzenstein, Elefantenfuss und weitere.
    Der Lehrpfad fuehrt auf den Felsenplatz zurueck, woher die roten Targets durch das Labyrinth der Grossen Tyssaer Waenden mit dem Sandsteinelefanten, der Lokomotive mit einem Tender, dem Rehturm fuehren. Steile Stiegen steigen durch eine Felsenkluft bis zu den Felsengipfel mit dem beruehmten Steinpilz und der Schildkroete auf. Zurueck nach Tisá fuehrt uns die rote Markierung ueber den Gipfel bis zu 70 Meter hohen Felsenwaenden, die fantastische Szenerien bieten.

 
Několik pohledů na skalní město
 
  

Fahrradfahrer haben auch Chance

    Obwohl angesichts dem anspruchsvollen Terrain es unmoeglich scheint, durch Tyssaer Waende gehen auch zwei markierte und sehr attraktive Fahrradwege, die bis zu Děčínský Sněžník weiterfuehren.
    Auch im Winter kommen die sportliebenden Besucher von Tisá nicht zu kurz, in der naechsten Naehe der Gemeinde ist naemlich in den Wintermonaten ein 500 m langer Skilift in Betrieb.
    Auch die Bekenner des Felsenkletterns kommen in den Tyssaer Waenden auf die Kosten. Unter einheimischen Sandsteinmassiven auf den Tuermen der Felsenstadt entstanden viele Bergsteigerwege aller Schwierigkeitsstufen.

Regisseur von Shrek hat in den Felsen gedreht

    Selbst der beruehmte neuseelaendische Regisseur Andrew Adamson, unter dessen Leitung beide Teile des populaeren gruenen Riesen Shrek das Lebenslicht erblickt haben, konnte dem Zauber der Tyssaer Waende nicht widerstehen. Letztes Jahr im Winter hat er hier das Maerchen „Die Chroniken der Narnia: Der Loewe, die Hexe und der Wandschrank“ gedreht. In die Felsenstadt haben die Filmmacher sogar aus Neuseeland die Hauptkuriositaet eingeliefert – einen faszinierenden Baum, dessen Krone von Wurzeln gestaltet wird.

  
 
 

Schatz wird von den Elfen bewacht

    Tyssaer Waende sind auch von mehreren geheimnissvollen Legenden umwoben, wenn die sicher interessanteste die ueber den hier verborgenen grossen Schatz ist.
    Nach der Grossen franzoesischen Revolution ist aus seiner Heimat ein bedeutender franzoesischer Edelmann Charles Louis Leduquin gefluechtet, der bis in die Tyssaer Felsen herangekommen ist. Da hat er eiligst unter einem Felsenuebergang sein gesamtes Eigentum vergraben, der von Familienjuwelen und Gold gebildet wurde.
    Der Schatz soll bis heute in den Felsen verborgen sein, aber wehe dem, der ihn nur entdecken versucht. Der Sage nach wird naemlich dieser maerchenhafte Reichentum sorgfaeltig von den Elfen bewacht, die in die Taschen der Schaulustigen die Irrwurzel stecken. Unglueckliche Opfer dann so lange unter den Felsen irren, bis sie von der Wurzel jemand befreit oder vor Muedigkeit nicht umfallen.
    Es stimmt, dass die Tyssaer Waende ein umfangreiches Labyrinth sind, in dem sich man auf den markierten Wegen halten sollte.

 

         

   

            

Autor textu Rudolf Prchal, převzato z deníku Právo, foto ceskehory.cz, stezka.cz